Dörpschaft to Hagenow e.V.
Dörpschaft to Hagenow e.V.

Nachruf zum Tod Heinrich Ullrichs

„Hagenow, dat is ne lütte Stadt“-seit mehr als 30 Jahren beginnt die Dörpschaft to Hagenow e.V. jeden Auftritt mit diesem Lied. Wir singen diese Melodie ganz fröhlich ohne bisher daran gedacht zu haben, wer sie geschrieben hat: Heinrich Ullrich. Das wird sich nun ändern, denn es erreichte uns die Nachricht, dass Heini, wie wir ihn alle nannten, von uns gegangen ist.

Wir sind erschüttert und traurig. Wir erinnern uns an viele Momente mit diesem leidenschaftlichem Musiker, denn Heini war von der ersten Stunde unseres Vereines an dabei und wir haben ihm unendlich viel zu verdanken.

Mit der Gruppe „Püttelkows Enkel“, die er leitete, stand Heini seit dem ersten Fastelabend im Jahr 1983 mit uns auf der Bühne. Von da an trat die Gruppe viele Jahre mit uns auf, sang lustige Lieder und in jedem Jahr war mindestens ein neues Lied aus Heinis Feder dabei. Der kleine Extra-Programmpunkt machte Heini , den Enkeln und dem Publikum so viel Spaß, dass die damalige Leiterin der Dörpschaft Helga Stöter immer Angst hatte, dass ihr eigenes Programm gesprengt werden würde. Auch zu Programmen außerhalb unserer Stadt reisten Heini und seine Musiker mit. Damalige Mitglieder erinnern sich an viele Episoden, die sie schmunzeln lassen. Bei Auftritten in Berlin z.B. machte Heini sich selbstständig und versuchte die Mitarbeiter der chinesischen Botschaft von seiner Musik und seiner Trinkfestigkeit zu überzeugen.

1984 nahm Heini am ersten Fastelloopen teil und sorgte auf dem geschmückten Pferdewagen mit seiner Musik für beste Stimmung.

1990 standen Heini und die Enkel gemeinsam mit uns auf dem Hagenower Lindenplatz und feierten die Einheit Deutschlands. Unvergessen die beiden neuen Lieder „Dütschland is wedder eins“ und „Ach wie schön war`s hinterm Mond“ von Heini komponiert, ohne zu ahnen, welch schwerwiegende Auswirkungen dies Ereignis für sein Leben haben sollte.

In den neunziger Jahren betreute uns Heini dann auch technisch. Im Keller der Poliklinik hatte er sich ein Studio eingerichtet. Ausgerüstet mit moderner Technik arbeitete er mit uns, immer ruhig gelassen und freundlich, manchmal auch nett kritisch. Zwischen mit Eierkarton benagelten Wänden standen wir mit Kopfhörern an Mikrofonen und Heini brannte unsere Stimmen dann auf CD. Später verbrachten wir viele Probenabende in seinem Studio in Schwaberow. Bei jeder Zusammenkunft hatte Heini neue Ideen in seinem Kopf. Mit seinem jungenhaften Charme versuchte er auch uns zu begeistern. Mal machte er sich auf die Suche nach alten Instrumenten, die er in seinen Programmen nutzen wollte, mal ließ er uns unsere Dachböden nach alten Schallplatten durchsuchen, um sie zu digitalisieren. Stolz führte er uns neue Melodien vor, die er auf dem Saxophon spielte, das er erst verhältnismäßig spät erlernte. Wir bewunderten ihn dafür.

Und dann ging es wieder an die Mikros und Heini an seinen Computer. Unzählige Male beherrschte aber der Computer ihn und nicht umgekehrt. Als liebenswürdiger Chaot, der Heini nun mal war, drückte er oft die falschen Knöpfe, fand aber den Schuldigen dafür in seiner Familie und so gibt es in unserem Verein bis heute das geflügelte Wort: Robert war`s!

Robert und Griti- unsere Gedanken sind bei euch-und vor allen Dingen bei dir, liebe Gundi!„Das Leben ist wie Musik-ein paar hohe Noten, ein paar tiefe Noten, aber immer eine schöne Melodie“ (Zit.Int.)

 Das Schöne an Künstlern ist, dass sie Spuren hinterlassen. Heinis Lieder bleiben bei uns, sie sind unvergesslich-und so denken wir also bei jedem Auftritt mit unserem ersten Lied „Hagenow, dat is…“ an ihn.

Als chaotischer Künstler hatte Heini seinen Terminkalender nie so richtig im Griff. Dieser Termin, dein letzter, lieber Heini, ist definitiv falsch! Du gehst zu früh! 

 

Lilo Schömer
und De Dörpschaft to Hagenow e. V.

Nachruf zum Tod Peter Abramowskis

„Lilo, ich klink mich jetzt erstmal bei euch aus...“. Als Abra das im letzten Telefongespräch zu mir sagte, ahnte ich nicht, wie ernst er das meinte.
Am 8. Juni 2015 schlief Peter Abramowski, unser Dr. Isenbart, für immer ein. Wir wussten alle, dass er sehr krank war, aber mit dem Schlimmsten rechneten wir nicht, nicht so früh.
Am 1. Mai hatte Peter noch mit uns in Boizenburg auf der Bühne gestanden und gesungen. Weil bei ihm immer alles seine offizielle Ordnung haben musste, fragte er mich vorher, ob er sich während des Programmes ab und zu mal hinsetzen könne...
Im Dezember 1982 gehörte Abra zu den Hagenowern, die den Verein Dörpschaft to Hagenow gründeten. Darauf war er immer sehr stolz und deshalb auch unser Ehrenmitglied. Als Dr. Isenbart im schwarzen Frack und Zylinder mit lederner Arzttasche wurde er als markante Figur des Vereins über die Grenzen Hagenows bekannt.Unzählige andere Rollen auf der Bühne sind in unserer Erinnerung und bringen uns gleich nach den Tränen zum Lachen. Überhaupt überwiegen die Erinnerungen an Abra, die seinem Publikum und auch uns Fröhlichkeit ins Herz zaubern. Wann immer wir über ihn sprechen, heißt es: weißt du noch, als Abra....
Als er z.B. mir zum Geburtstag mit zuvor in meinem eigenen Vorgarten gepflückten Blumen zum Geburtstag gratulierte.
Abra tanzte in allen Männerballetten mit, wir erinnern uns an ihn im Tütü, im Spanierinnenkleid, im Baströckchen und im Schottenrock, der sich beim Ausmarsch löste und Abra plötzlich ohne dastand.
Aber egal was passierte- auch in schweren Zeiten hinter der Bühne- wenn der Scheinwerfer anging und die Musik erklang, war Abra in seinem Element. Er lebte für die Dörpschaft auf der Bühne und steckte damit andere an. Nach und nach wirkten auch die 5 Kinder bei uns mit. Als zum 30-jährigen Jubiläum sein Sohn Theo für ihn sang, waren auch Peters Freudentränen ansteckend.
Besonders schöne Auftritte absolvierte Peter als ein Teil der Wildecker Herzbuben. Gemeinsam mit Monika Wegner sang er unzählige Male von der netten Nachbarin. Auch unsere ehemalige Frau Püttelkow hett in`n Juni de Ogen tau makt. Ok veel to früh! Se harr n kiebig Mulwark, wär gaud för Spijök to bruken. Ok uns Frau Püttelkow warrn wi nich vergeten!
Anderen Menschen Freude machen, das war auch Abras Lebenselexier. Stolz organisierte er unsere jährlichen Dankes- Fastelloopen und immer war er bei anderen Menschen zur Stelle, gab es irgendwo Probleme oder schwere Stunden. Nun müssen wir Abschied nehmen und auch hier hören wir ihn sagen: Das ist das Leben und es ist gut so, wie es ist! In der Dörpschaft to Hagenow wird die Lücke , die Peter hinterlässt, nie zu füllen sein. Er bleibt in unseren Herzen und kein Auftritt wird ohne ihn stattfinden. Das Allerwichtigste in seinem Leben war ihm seine  wunderbare Familie. Seinen Kindern gab er Wurzeln und dann auch Flügel, unsere Gedanken sind jetzt auch bei ihnen und ihren Familien und bei Waltraut.
Dienstags haben wir Probe, auch an diesem Dienstag. Abra, wir werden deinen Ruf: „Neunzehn Uhr!“ für immer im Ohr behalten und pünktlich anfangen, versprochen!

 

 

Lilo Schömer
und De Dörpschaft to Hagenow e. V.

Nachruf für Michael Huhsch

 

 

16. Juli 2014

Mit großer Betroffenheit haben wir die erschreckende Nachricht vom Tod unseres Technikers und Freundes Michael Huhsch vernommen.
Einerseits wissen wir, dass unser Leben zu keiner Zeit selbstverständlich ist und in jedem Moment an sein Ende kommen kann, doch wenn es dann einen so engen Freund betrifft, stehen wir fassungslos und ohnmächtig davor.
Seit der Gründung unseres Vereines im Jahr 1982 saß Michael bei jeder unserer Fastelabende und auch bei anderen Veranstaltungen am Mischpult und hatte vorher schon die Bühne für uns eingerichtet und die Scheinwerfer aufgehängt. 32 Jahre also wussten wir: dort sitzt einer, auf den man sich verlassen kann. Michael begleitete uns schon in den Proben zu unseren Programmen und war bei allen hektischen Diskussionen immer der Mann, der in freundlicher Ruhe mit viel Kompetenz genau den richtigen Ton traf.
Völlig eingestellt auf den Erfolg unserer Veranstaltungen machte er unablässig neue Vorschläge, realisierte unsere noch so vagen technischen Wünsche und war in allen technischen Fragen ein verlässlicher Partner. Gern denken wir an viele Gespräche vor und nach der Arbeit zurück, in seiner Nähe fühlten wir uns wohl und geschätzt.Noch vor kurzem arbeiteten wir zusammen beim Hagenower Brunnenfest, bei dem er auch einer unserer Hauptsponsoren war. Das Foto wurde während dieser Veranstaltung gemacht und man kann hinter Michaels verschmitztem Lächeln sehen, welche Freude er bei der Arbeit hatte.
Noch ist es für uns unvorstellbar, dass alles vorbei sein soll.Michael hinterlässt eine Lücke, die wir mit Erinnerung und Gedanken füllen, aber niemals schließen werden.
Unser Micha bleibt in unseren Herzen- auch wenn unsere Wege sich nun trennen- wir auf der Bühne und er hinten im Saal- das wird für immer so bleiben!


Ein letztes Horrido – Hagenow!
Unser Mitgefühl für Conny und Ole und der Familie!

 


                    De Dörpschaft to Hagenow e.V.

In Gedenken an Helga Stöter

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